Bonus – Schweizerschulen im Ausland
“Fünf Sprachen sind bei uns kein Problem, sondern ein Türöffner zur Welt.”
Pascal Affolter
In dieser Bonusfolge von «Bildungsreise» richtet Damian den Blick über die Landesgrenzen hinaus – zu den Schweizerschulen im Ausland. Zwischen Bern und Barcelona geht er den Fragen nach, was diese Schulen heute prägt und welche Bedeutung die Schweizer Bildung im Ausland hat.
Im ersten Teil spricht Damian mit Heinz Rhyn, Präsident von educationsuisse. Er zeigt auf, wie die Schulen historisch entstanden sind: Was einst als Bildungsangebot für Kinder von Auslandschweizer:innen begann, ist heute ein internationales Netzwerk mit 17 anerkannten Schulen weltweit. Sie verbinden den Schweizer Lehrplan mit lokalen Gegebenheiten und schaffen Lernorte, an denen unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen. Dabei wird deutlich: Die Schulen sind Privatschulen im Ausland und gleichzeitig stark geprägt von einer «Swissness», die sich in Qualität, Werten und Abschlüssen zeigt. Sie ermöglichen Bildungschancen, fördern kulturelles Verständnis und wirken als Brücke zwischen Ländern und Kulturen.
Im zweiten Teil spricht Damian mit Pascal Affolter, Direktor der Schweizer Schule Barcelona. Er beschreibt die Schule als internationale Quartierschule mit starkem Schweizer Kern. Besonders prägend ist die konsequente Mehrsprachigkeit: Die Schüler:innen lernen fünf Sprachen und bewegen sich selbstverständlich zwischen verschiedenen Kulturen. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Leitung einer solchen Schule weit über Pädagogik hinausgeht und auch Management, Marketing sowie strategische Entwicklung umfasst. Die Schulen profitieren von grosser Flexibilität und Innovationskraft, etwa bei Tagesschulmodellen oder neuen Lernformen. Für die Schweiz entsteht dabei ein klarer Mehrwert: Absolvent:innen, die sprachlich und kulturell bestens vorbereitet sind und später in der Schweiz studieren oder arbeiten.
Ein eindrücklicher Einblick gelingt über die Stimmen der Kinder und Lehrpersonen aus Barcelona. Sie berichten von Mehrsprachigkeit, kultureller Vielfalt und einem Schulalltag, der sich spürbar von lokalen Systemen unterscheidet. Schule wird hier oft als Privileg erlebt – und als Ort, der Türen zur Welt öffnet.
Im letzten Teil gibt Laura Küttel persönliche Einblicke in ihre ersten Monate als Klassenlehrerin in Barcelona. Sie spricht über den Bewerbungsprozess, das Ankommen in einem neuen Land und die Herausforderungen im Alltag. Besonders prägend sind für sie die interkulturellen Erfahrungen, die Zusammenarbeit im Team und der bewusste Umgang mit Sprache im Unterricht. Gleichzeitig wird deutlich: Der Schritt ins Ausland erfordert Offenheit, Flexibilität und Mut – wird aber mit wertvollen Erfahrungen und persönlichem Wachstum belohnt.
Tauche in diese vielseitige Folge ein, die zeigt, wie Schweizerschulen im Ausland Kulturen und Perspektiven miteinander verbinden und Brücken bauen – und welche Chancen daraus für Kinder und Lehrpersonen entstehen. Eine wertvolle Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten.
Heinz Rhyn
Präsident von educationsuisse. Zuvor u. a. Rektor der PH Zürich.
Pascal Affolter
Direktor der Schweizerschule Barcelona Vizepräsident von educationsuisse.
Laura Küttel
Primarlehrerin an der Schweizerschule Barcelona.